Die Ursachen für Kopfschmerzen und Migräne sind meist vielschichtig und lassen sich mit dem Verständnis der Naturheilkunde näher erklären.
Für das Aufrechterhalten der Homöostase (dem inneren Gleichgewicht) bedarf es eines komplexen Zusammenspiels der Organe, was mit einem Orchesterspiel verglichen werden kann.
Für Kopfschmerzen an der Stirn gibt es einen Zusammenhang mit dem Magen, der als zentrales Organ eine tonusausgleichende Funktion besitzt. Akutmittel bei beginnenden Frontalkopfschmerzen sind scharfe Gewürze (5−10 Pfefferkörner oder eine Paprika − Vorsicht bei empfindlichem Magen!).
Auch die Galle ist bei bestimmten Formen der Migräne mitbeteiligt, insbesondere wenn diese vermehrt rechtsseitig und an der Schläfe auftreten, also im Bereich des Gallemeridians, der aufwärts seitlich des Kopfes verläuft.
Der sogenannter Leberkopfschmerz zeigt sich in der Regel mit latenten Augenschmerzen oder unscharfem Sehen, auch bekannt unter dem Namen Augenmigräne.
Darum helfen bei Kopfschmerzen und, um Migräne vorzubeugen, magenstärkende und Leber entgiftende Mittel wie der Löwenzahn (Radix cum Herba Taraxaci). Sein Gebrauch als stärkende Arznei ist durch die cholagoge Wirkung zu erklären, die zu einer Ableitung über die Galle führt und damit den Kopf frei macht.
Zur spasmolytisch und zentral sedierenden Wirkung ist die Melisse (Tinktura Melissae) als krampflösendes Schmerzmittel geeignet. Die alkaloidhaltigen Mohngewächse werden heutzutage meist in homöopathischer Form verwendet (Chelidonium D4) oder als Mazerat (Extractum Opii).
Für eine ursächliche Behandlung, ist eine grundlegende Untersuchung wichtig und kann über die Puls- und Augendiagnose ermittelt werden. Gute Resultate bringt die Akupunktur-Therapie in Kombination mit Kräutern.